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Offline/Online Erfahrungsberichte

jomein | Mittwoch, Juli 28th, 2010 | 36 Kommentare »

Schreib uns deine »Netzgeschichte«

 Wie abhängig wir vom Internet sind und wie kompliziert das Leben »ohne Netz« geworden ist, zeigt Alex Rühles Tagebuch »Ohne Netz«. Auch für den Verlag war die Zusammenarbeit mit einem Offlineautor nicht immer leicht, wie der Netzstille-Blog des Verlags zeigt.

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wart ihr schon mal länger freiwillig, oder unfreiwillig offline? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Leben »mit und ohne Netz« gemacht?

Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Euer Team vom Verlag Klett-Cotta

Für ein Gewinnspiel im Sommer 2010 haben wir bereits viele spannende  und witzige “Ohne Netz”-Geschichten zugeschickt bekommen. Gewonnen hat bei dem Gewinnspiel Tanja aus Köln. Herzlichen Glückwunsch.

Die Beiträge könnt ihr in den Kommentaren nachlesen!

36 Kommentare

  1. Nico sagt:

    Ja, wie geht das denn jetzt, so ganz ohne Internet?
    Ich bin vom Internet rein aus beruflichen Gründen schon abhängig, ständig kommunikationsbereit, immer nur auf diesen Bildschirm starren – es hängt mir oft zum Hals raus. Sehnsüchtig erinnere ich mich an meine Kindheit, als wir alle noch nichts von PCs wußten und freier waren…

  2. Lars sagt:

    Ein Leben ohne Netz kann ich mir garnicht mehr vorstellen. Freiwillig ohne Netz bin ich nur, wenn ich im Urlaub bin. Und das geht dann auch ohne Probleme. Es gibt dann auch keine Entzugserscheinungen oder ähnliches. Unfreiwillig ohne Netz bin ich immer dann, wenn mein Internetanbieter mal wieder eine Macke hat, das ärgert mich dann schon, wenn ich dann mal einen Tag nicht ins Internet kann.

  3. Monika sagt:

    -ja ich war schön öfters unfreiwillig offline, ist schon ein komisches gefühl ohne Computer
    -da merkt man erst einmal wie abhängig man ist
    -aber ohne Computer gehts auch zur Not beschäftigt man sich mit anderen Dingen

  4. Bernd sagt:

    Ich habe bisher um Glück nielänger als enie Sstunde ohne Internet verbringen müssen. Es gibt nichts schlimmeres. Auf einmal muss man unbedingt was googlen und was recherchieren was einem sonst nichtmal die boheninteressieren würde. Es ist selstsam, ist das Internet da bemerkt man es nicht. Ist es weg meint man die Welt geht unter.

  5. Matthias Lätzsch sagt:

    Mein Lieblingserlebnis mit dem Daseinszustand “Offline” war, als wir letztes Jahr an der Ostsee im Urlaub waren und mein iPhone 3G neu, nice and shiny war.

    Auf der Hinfahrt war alles prima, dank Zusatzakku, ein wenig surfen, Kinderentertainment, Wetterabfrage, Verkehrskontrolle. Herrlich.

    Doch dann die Ankunft auf dem Zeltplatz in Graal Müriti. KEIN NETZ. Wie ein Schatzsucher irrte ich umher, auf der Such nach einem oder zwei Balken, ganz zu schweigen von Edge oder 3G. Doch dankbarer Weise fand ich 200 Meter von unserem Bugalow Netz und EDGE in seiner simpelsten Form. Selbstverständlich gab es auch ein W-Lan Zugang gegen utopische Summen. Zum Glück war im Empfangsbereich sowohl der Kinderspielplatz als auch der Eisverkauf, so konnte ich meine Familie leicht ins Netz locken.

    Dann die Hiobsbotschaft aus dem AppStore. Ein ultracooles Spiel, neu zum Einführungspreis. Nun zahlte ich gerne 5€ pro Stunde für W-Lan, um auf dem neuesten Stand zu sein.

    Einige Tage später besuchten wir meine Schwester in Berlin. 3G. Überall, sauschnell. Ich nuschelte ein paar Worte und saugte das Internet in mich auf wie eine Droge. Ich war umgeben von schnellem Netz und badete geradezu darin: AppStore, Aroundme, Maps… Alles nacheinander bis das 3G abschmierte und einen Neustart verlangte, vor lauter RAM Stress.

    Als ich dann endlich wieder zu Hause war, zickte mein 3G einige Stunden ganz schön rum. Es fand mein Home 3G nicht und nur mit gut zureden, Neustart und Flightmode an/aus konnte ich es überzeugen, doch endlich wieder ON zu sein. Für mich.

    Seit gestern habe ich HTC Legend mit HSDPA und das ist mal online im wahrsten Sinn des Wortes.

    NIE MEHR OHNE. Oder?

  6. Laura sagt:

    Den Zustand >>offline<< kenne ich nur zu gut. Habe mir letztes Jahr ein neues Blackberry gegönnt inklusive Vertrag und der tollen Blackberry-Option, damit ich meine Mail auch immer schön aufs Smartphone bekomme. Nun wirbt mein Netzanbieter mit "nahezu 100% Netzabdeckung" und was passiert? Richtig, ich lande wohl genau in dem Fleckchen Deutschland, wo es anscheinend keine Netzabdeckung gibt. Beim Verwandtenbesuch an Pfingsten waren wir für ein paar Tage in Brandenburg unterwegs (ich gebs zu, in der Pampa!) und schon als wir die Ausfahrt von der Autobahn runterführen war plötzlich nichts mehr mit 3G, sondern nur der nette Hinweis "Nur Notruf möglich" auf dem Display.
    Anfangs war ich noch guter Hoffnung, allerdings änderte sich 5 Tage lang nichts an diesem Zustand, egal in welcher Ecke der Stadt ich mich befand und wie oft ich auch mein Handy ein- und ausschaltete. Es war zum Verzweifeln, aber was solls, irgendwie hab ichs ja auch überstanden.

    Ich weiß nicht, ob ich so ganz ohne Internet leben könnte, aber ein paar Tage lang "Entzug", das geht schon ;) )

  7. Sofie sagt:

    Ohne Netz – das ist für mich als Freiberuflerin, die ständig erreichbar sein muss, Hölle und Himmel zugleich. Hölle, wenn ich dadurch in Panik gerate, weil ich eine Arbeit nicht pünktlich abliefern kann, und Himmel, weil ich dann endlich mal zu etwas anderem komme – den Schreibtisch aufräumen oder ein gutes Buch lesen zum Beispiel ;-)

  8. Carl Sebastian sagt:

    Ich habe mir gerade das Buch gekauft und bin sehr gespannt. Vor allem weil ich es nächste Woche mit in den Urlaub nehmen werde und dort (halb-)freiwillig offline sein werde. Ich fahre in ein Haus in die Berge und dort gibt es keinen Internetanschluß und kein Mobilfunknetz. Ich bin etwas in Sorge wie der Entzug so wird, besonders wenn ich so lese was die anderen hier kommentieren :)
    Aber so komme ich wenigstens dazu in Ruhe zu lesen …

  9. Su sagt:

    Ohne Netz – da fallen mir tausende Geschichten ein. Und jede einzelne entspannt mich schon beim daran Denken. Die neueste liegt ein paar Tage zurück.
    Wir übersiedelten unser gesamtes Büro und die Kernfragen waren natürlich “Wie schnell bekommen wir den Server wieder zum Laufen? Und wann ist die Telefonanlage wieder installiert?” Meine Kollegin, die den Umzug mangate, ging von einem Tag offline aus. Ich war skeptisch. Zurecht, wie sich herausstellte.

    Die Umzugsfirma war sehr nett und mediterran gelassen, als der Umzugswagen keinen Parkplatz fand, Umzugskartons in falsche Häuser geliefert wurden und kurzfristig die Telefonkabel nicht auffindbar waren. Die IT-Firma sah auch keinen Grund zur Eile – wozu den Server installieren, wo ihr noch nicht mal Schreibtische habt?

    Nach zwei Tagen offline und noch immer im Umzug hatten ich und mein Team ein beinahe freundschaftliches Verhältnis zu den Möbelpackern aufgebaut. Wir saßen gemeinsam auf den Stiegen vor unserem neuen Büro und die Projektideen kamen durch MITEINANDER REDEN (!) zustande. Die Inputs der Möbelpacker flossen mit ein, wie spannend. Zudem lernten wir unsere Nachbarn kennen – und die Stammgäste in den Lokalen rundum, die wir zwischendurch frequentierten. Weil wir nämlich PHYSISCH anwesend waren und nicht nur per “hallo! wir sind die neuen Nachbarn!”-Emails.
    Und hallo – wir hatten Spaß! Richtig analogen, auch bei der Arbeit, die sich auch mit Stift und Schreibblock absolvieren ließ.

    Ich glaube, das nächste Teamentwicklungssemniar erspare ich mir. Wir drehen einfach den Server ab, stecken die Telefone aus und laden unsere neuen Freunde, die Möbelpacker ein…

  10. cyberkompost sagt:

    Auch wenn ich das ganze Jahr über sehr gerne und oft sehr lange im Internet bin, im Urlaub verzichte ich immer sehr gerne drauf. Es ist ein schönes Gefühl sich komplett auszuklinken und plötzlich endlos viel Zeit für anderes zu haben wie dafür mal einen spannenden Krimi zu verschlingen. Inzwischen gibt es zwar an jedem Winkel der Erde Internet-Cafes und es wäre auch im Urlaub kein Problem, aber irgendwie gehört das für mich einfach dazu, darauf einfach zu verzichten.

  11. Sonnenblume333 sagt:

    Wenn man im Netz unterwegs ist, dann kommt man meist von einem Artikel zum anderen oder von einer Seite zur anderen. Dabei kann sehr viel Zeit vergehen, die man garnicht im Internet verbringen wollte.

    Ich lege ab und zu eine Pause von 1 oder 2 Wochen ein um mich mal vom Netz zu erholen, da es zuviele Informationen sind die auf einen einströmen.

    Liebe Grüße

  12. Claudia sagt:

    Ich war letztens im Urlaub offline – mobil online wollte ich nicht wegen der horrenden Preise und im Hotel gabs W-Lan leider auch nur gegen Cash – und so wichtig war es mir dann doch nicht. Es ging, aber ich war dann doch froh, irgendwann wieder in D zu sein und die mobile Internetverbindung wieder zu aktivieren. Ein bißchen Angst hatte ich vor den 900 und nochwas emails, die mich nach einer Woche erwarten würden (und 99% davon würde ich zum Glück gleich wieder löschen können). Nein, ich habe kein Spam-Problem, das ist schon alles mehr oder weniger gewollt oder zumindest notwendiges Übel.

    Ich will einfach überall immer online sein können – ich muss es nicht immer nutzen, aber ich könnte. Ich könnte irgendwo auf dem Klo einer Bar den Namen eines Schauspielers einer Serie googlen können.

    Man braucht das sicher nicht zum Leben, aber man braucht so vieles nicht: koffeinfreie zuckerfreie Cola, Kaffeebars in denen man nicht einfach nur “nen Kaffee” bestellen kann sondern vorher einen Fragebogen durchgehen muss (klein, mittel, groß, Koffein oder ohne, Milch, Sojamilch, lactosefreie Milch, warm/ kalt (die Milch, nicht der Kaffee!!), zucker, Süßstoff, Flavors, hier oder zum mitnehmen, …), Rolltreppen, Neonreklame… braucht man nicht, hat man aber und das ist auch irgendwie gut so. Von daher: ja, ich bin online und das ist auch gut so!

  13. Elke B sagt:

    Im Urlaub geht das schonmal…wobei wir sogar das Notebook dabei hatten…zum Bilder überspielen und DVDs anschauen.Im letzten Jahr waren wir gerade im Urlaub als die Nachricht vom Tode Michael Jacksons die Runde machte. Da MUSSTE ich einfach online gehen und nachlesen, was los war, die Nachrichten waren mir zu knapp und auf die nächste Tageszeitung wollte ich nicht warten.
    Es geht schonmal ohne Internet, man gewinnt viel Zeit *g*, aber wenn man Infos schnell braucht gibt es nichts vergleichbares.

  14. Nadja Hirsch sagt:

    ein Leben ohne Netz undenkbar, schließlich habe ich hier meinen Mann kennengelernt

  15. Regine sagt:

    Ohne Netzt zu leben ist für mich undenkbar geworden. Hätte ich nie gedacht, aber e mails zu schreiben und zu erhalten ist so viel unkomplizierter als Briefwechsel. Komme ich nach Hause geht mein erster Weg zum PC.
    Ich habe inzwischen 2 Webseiten, die 3, ist in Arbeit.
    Da ich auch als Rezensentin arbeite, meine Kontakte ebenfalls über Computer stattfinden, das Einstellen der kritiken über PC und Internet läuft, kann ich mir das Leben ohne PC nur schwer vorstellen.
    Ab und zu bin ich ohne Netz, wenn mein Monatsguthaben abgelaufen ist, und ich nicht schnell genug Ersatz besorge. An diesen Tagen bin ich sehr unausageglichen, falle wie in ein Loch und habe ständig den Eindruck, dass ich etwas verpasse…
    Ich hoffe, ich gewinne das Buch paket, vielleicht finde ich da Hilfe????

  16. Franziska sagt:

    Ich möchte gar nicht davon erzählen, wie es mir ohne Netz ergangen ist! Vor ein, zwei Jahren waren wir auf einer Übungsfreizeit unsere Musikertruppe und sind dazu drei Stunden mit einem Bulli gefahren. Die Fahrt war völlig okay, man daddelte mit dem Handy rum, guckte wie das Wetter wird…. Alles war gut, bis wir bei der HErberge ankamen.

    Das Dorf: drei Häüser.
    Die Straße: Voller Schlaglöcher.
    Die Herberge: Auf einem Berg, nur grün drumherum.

    Aber das schlimmste: Kein Netz, nada niente. Nicht ein bisschen.
    Die ersten fünf Minuten waren okay, die nächsten zehn, hippelig. Dieser Zustand steigerte sich kontinuierlich und dann?

    ich lief die Hauptstraße hinab ins “Dorf”. Kein Empfang.
    Ich turnte auf der Wiese herum: Kein Empfang.
    Ich kletterte auf Tische, Kloschüsseln, Stühle: Kein Empfang.
    Nachts, nach viel Ablenkung, feiern und Musik machen ging ich versehentlich auf die Männertoilette:

    Und siehe da, mein Handy zeigte einen Balken an.
    Nur schade, dass ich ungern gesehen wurde, in der Männertoilette.

    Fazit: Nie mehr ohne Netz, ist blöd, ist aber nun mal so.

  17. Claudia sagt:

    Leider mußte ich feststellen, daß wir beruflich nicht mehr ohne Netz auskommen. Es kommt öfters mal vor, daß die Verbindung nicht richtig funktioniert und da bei uns mittlerweile im Betrieb alles auf Computer umgestellt ist: selbst die Rechnungen bekommen wir per Mail und können sie auch nur darüber bearbeiten, sieht es für den normalen Arbeitsalltag schlecht aus, wenn das Netz nicht funktioniert. Ich finde es aber neben allen Möglichkeiten und Vereinfachungen, die uns der Netzanschluß mitbringt, doch auch erschreckend so abhängig zu sein!!!

  18. Martin sagt:

    Hallo;

    Zeiten ohne Netz kommen bei mir entweder unfreiwillig (durch Ausfall vor -
    dann fehlen teilweise Informationen für das tägliche Leben durch
    wegfallende Emails etc.) oder auch mal freiwillig: im Urlaub kann es auch
    ganz schön sein, mal nicht ständig vernetzt zu sein… :-)

  19. Alexandra sagt:

    Hi

    Also ohne Netz? Ne, geht gar nicht!! Ich kann ohne Telefon oder Handy, auch ohne TV aber ohne Netz? Nein. Mich nur weil ich ein Blog betreibe das ich liebe, sondern weil ich ein paar ganz liebe Freunde habe die im Ausland leben und wir so regelmässig kontakt haben und einfach kommunizieren können über Mail und Messenger.

    Ich war auch schon ein paar Tage ofline, wegen Umzug oder weil der Provider seine Probleme hatte, aber das waren immer nur ein paar Tage aber echt, ich hab mich so gefreut als das wieder lief, das ich dachte es wäre Weihnachten und geburtstag zusammen *lach*

    Also ohne Netz, ich steh dazu, gehts nicht!

    Liebe Grüsse
    Alexandra

  20. Sabine K. sagt:

    Hallo!
    Ohne Netz….ein unschöner Gedanke!

    Ich habe sooo viele Kontakte übers WWW geknüpft, dass mir wirklich was fehlen würde. Das grenzt schon fast an Entzug, wenn ich einen Tag mal nicht die üblichen Verdächtigen Pages besuchen könnte.
    Erlebt haben mein Mann und ich das zwangsläufig, als es ein Problem unseres Anbieters gab und wir zwei Tage gänzlich ohne WWW auskommen mussten. Gut, ich lese viel, konnte mich gut auch so beschäftigen, aber es gibt halt so eine Routine, die jäh unterbrochen war und da bin ich schon sehr hibbelig geworden!
    Und auch die Leute, die mich dann halt mal nicht im Netz “gesehen” haben, haben mich vermisst und sich regelrecht Sorgen gemacht…
    Eigentlich gibt einem das wirklich sehr zu denken!
    Ich bin so ehrlich und gebs zu: Aufs Netz verzichten will ich einfach nicht!
    Lieben Gruß
    Sabine

  21. Jutta sagt:

    Meine prägendsten ‘Ohne Netz’-Erfahrungen lassen mich heute noch schmunzeln:

    Verwöhnt von grandiosem Handy-Empfang und blitzschnellen Internet-Verbindungen einer deutschen Großstadt verschlug es mich zu einem Arbeitsaufenthalt nach Westafrika. Ins ländliche Ghana, um genau zu sein.

    In diesem Monaten war ich vielleicht einmal in der Woche im Internetcafé, um stundenlang einer extrem langsam aufbauenden Verbindung zuzuschauen und nur jede vierte Email überhaupt öffnen zu können. Wochenweise ‘fiehl der Satellit über Nigeria aus’, wie man mir erklärte.

    An exakt einem Platz im Dorf hatte ich während dieser Zeit schwachen Handy-Empfang – es war der Hügel am Ende der Strasse. Seitdem weiss ich, dass man tatsächlich den Versand einer SMS unterstützen kann, wenn man das Telefon im Moment des Sendens mit beiden Händen weit über den Kopf hält! ;0)

  22. Deborah sagt:

    Ein schönes Ereignis der “On- und Offline Erfahrung” trug sich bei einem Freund zu. Wir saßen gemütlich beim Wein zusammen, hatten uns ein Weile nicht gesehen und uns viel zu erzählen. Für mich bedeuten solche Begegnungen eine klare Handy-Auszeit. Das Offline-Knöpchen wird gedrückt, mein Handy blinzelt mir noch mit einem “Goodbye” entgegen und schon schläft es. Keine Anrufe, keine SMS, keine Möglichkeit der Erreichbarkeit. Nach außen. Da, wo ich gerade war, war ich erst jetzt wirklich angekommen. Meine Aufmerksamkeit galt meinem guten Freund, und das war ein sehr schönes Gefühl. Ich war da, und er ebenso.

    Als ich am späten Abend nachhause fuhr, schaltete ich mein Handy wieder an. Nur eine unwichtige SMS zum neuen Tarif. Ab dem Moment wusste ich, dass es sich lohnt, öfters mal offline zu gehen. Gewisse Dinge können auch einfach mal warten.

  23. Iris sagt:

    ich selber bin beruflich vom Netz abhängig, beschränke aber meine Tätigkeit auf das Mindeste. So komme ich schon mal gut über den Tag.
    Machen wir Urlaub in Deutschland wird das “Läppi” mitgenommen. Alle drei, vier Tage gucke ich wegen neuen Mails. Diese werden aber erst nach dem Urlaub beantwortet.
    Ohne Handy geht es bei mir jetzt gar nicht mehr. Im Frühjahr hatte ich ein nicht so tolles Erlebnis, so dass ich, sollte ich nicht über Festnetz erreichbar sein, das Handy immer an habe.
    Wir waren wie jedes Jahr mit unserem Kind zu einem Kurzurlaub in Paris. Das Handy hatte ich tagsüber aus. Wir wollten ja die Stadt genießen. Abends im Hotel machte ich es an. Es könnte ja sein, dass unser großes Kind, das zu Hause bleiben musste, etwas von uns wollte.
    Das Kind wollte nichts. Dafür kam eine Nachricht von meinem Bruder, dass ich mich bitte bei ihm melden sollte. Irgendwie hatte ich es geahnt – er teilte mir dann mit, dass unser Vater am Morgen im Krankenhaus verstorben war. Er war zwar sehr krank, aber damit hatte niemand von uns gerechnet.
    Nach Hause konnten wir nicht, da wir zuggebundene Fahrkarten hatten. Umbuchen ging nicht, weil die Züge wegen dem Vulkanausbruch in Island, voll waren.
    Per Handy regelten wir alles Wichtige. Gerade zu dieser Zeit war für mich das Handy die beste Erfindung :-) Klar geht es auch ohne, aber wenn es da ist, sollte man es auch nutzen.:-) Dabei muss es aber nicht unbedingt ein Handy mit allem Schnickschnack sein.

  24. Heidrun sagt:

    Natürlich ist es einfach ohne Netz zu sein, wenn wie bei uns im März Urlaub
    auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik angesagt war. Zwischen unbekannten
    Urlaubszielen mit Palmen, Stränden, Wasserfällen, Urwald und dem Leben auf
    dem Schiff mit Shows, Poolparties und (viel zu) gutem Essen, fiel es leicht
    an den Internetterminals bei der Rezeption vorbeizugehen. Besonders wenn der
    Preis mit 4,90 € pro Minute auch nicht gerade verlockend war.
    Als aber, wieder daheim, kurze Zeit später das Internet versagte, trösteten
    auch die netten Worte und freundlichen Stimmen der Provider-Hotline nicht
    über die Leere hinweg, die entsteht, wenn man die Welt nicht einfach mal
    schnell von Daheim ergooglen kann.

  25. Nicole P. sagt:

    Meine Erfahrungen mit und ohne Netz. Ich liebe das Internet und bin sehr viel online. Ich finde toll dass man im Internet auf fast alles eine Antwort findet. Wenn ich mal was wissen will schau ich einfach bei google nach. Da ich auch leidenschaftlich gerne an Gewinnspielen teilnehme ist für mich das Internet sehr wichtig geworden. Man kann da wirklich an sehr vielen Gewinnspielen teilnehmen und es kostet keinen Cent. Ausser der monatlichen Internetgebühr, die ich aber meistens durch meine Gewinne wieder reinbringe. Ausserdem bin ich eine große Leseratte die sehr gerne liest und vor kurzem bin ich auf ganz tolle Blog und Buchseiten gestoßen die immer wieder die neuesten Romane vorstellen. Was toll für mich ist, denn so picke ich mir die Bücher raus die ich gerne lesen will und sie mir dann meistens bei Amazon kaufe. Also Internet ist sehr praktisch und ohne kann ich mir es gar nicht mehr vorstellen. Vor kurzem war mein Computer kaputt und ich hatte kein Internet mehr und musste aber Bewerbungen schreiben und solche Sache. Da war ich schon ganz schön aufgeschmissen und unruhig. Ich war froh als das Ding dann wieder funktioniert hat. Musste dann gleich mal meine e-mails checken ob ich nicht vielleicht einen Gewinn verpasst habe oder so. Ja ich muss zugeben ich bin abhängig vom Internet und PC und möchte es nicht mehr missen.

  26. Raja sagt:

    Ohne Netz – wäre ich gar nicht auf dieses Buch und diese Homepage gestossen! Wäre schade!
    Ohne Netz – ist unser Leben entspannter, wenn wir uns drauf einlassen
    Mit Netz – glauben wir eine Sicherheit zu haben, sind aber auch abhängiger.
    Mit Netz – knüpft man ein Netzwerk zu alten und neuen Freunden.

    Ohne oder Mit? Oder etwas zwischendrin?
    Ich kann nicht ohne, verbanne es aber auch gern mal für ein paar Stunden aus meinem Leben.

  27. Antonie sagt:

    Ohne Netz … ja diese Situation kommt mir bekannt vor.:-) Ich war dieses Jahr als Jugendleiterin mit 15 Kindern und 4 anderen Leitern 11 Tage auf einer Insel .. natürlich ohne Netz. *g*

    Für mich war es nicht soooo wahnsinnig schlimm, da ich schon öfters ohne Internet auskommen musste. Aber die anderen: Ständig über Handy wann immer es auch ging ab ins Internet und gesurft. Ich konnte darüber nur schmunzeln.

    Bei mir Zuhause funktionierte das Internet nämlich mal ein ganzes Jahr lang nicht und ihr könnt euch vorstellen wie es war als es WIEDER ging: Stundenlanges Surfen ohne Verluste^^.

    Naja, aber ich kann ohne Netz prima leben .. wenn es sein muss. :-D

  28. Desirée sagt:

    Ich persönlich würde mich nicht als netzabhängig bezeichnen. Doch meine beste Freundin und ihr Freund habe ich selten ohne ihre Laptops auf dem Schoß erlebt. Manchmal glaube ich die Beiden zerfielen zu Staub, wenn man die Dinger einmal zuklappt. Bei mir ist es halb so schlimm, dennoch gab es eine Zeit ohne Internet, in der ich ziemlich aufgeschmissen war. Ich habe das letzte Semester als Erasmus-Studentin in Frankreich verbracht. Doch drei Tage nach dem ich endlich in meinem Wohnheim ins Internet konnte, ging mein Laptop kaputt. Es ist schwer im Ausland zu leben und seine Freund und Eltern in der Heimat nicht sehen zu können. Auch die Unirechner hatten eine so schlechte Leistung, als dass ich hätte “skypen” können. So blieb mir nur der Griff zum altmodischen Telefon ohne Bild. Insgesamt glaube ich aber, das ich so unabhängiger geworden bin. Viele meiner Mitstudenten freuten sich den ganzen Tag darauf, abends wieder mit der Heimat skypen zu können. Meine Abende verbrachte ich selten in meinem Wohnheimzimmer vor einem Bildschirm.

  29. Ohne Vorwarnung erschallte der Vorwurf in unserer kleinen, gemeinsamen Wohnung. “Das Internet funktioniert nicht! So eine Scheiße!”
    Tanja war gerade dabei, ihren “Blog” richtig einzurichten. Es ist ein schönes Hobby von ihr, mit dem sie sich schon sehr lange beschäftigte. Sie investierte bisher sehr viel Zeit, Geduld, Nerven und Kaffeebecher in diese Arbeit. Die Zeit spielte hierbei stets eine untergeordnete Rolle, solange ein “Problem” nicht gelöst war. Irgendwann würde sie abgekämpft, übermüdet aber glücklich ins Bett fallen. Doch dieses Mal wohl nicht!

    “Wir müssen dringend mal den Anbieter wechseln! Das gibt´s doch gar nicht!”

    In unserem Mehrfamilienhaus ist es anscheinend schon ein größeres Problem, wenn mehrere Teilnehmer am “I-Net” hängen.

    “Oh – endlich wieder ein Signal!” Tastaturgeklimper, aufkochendes Wasser und das eigenhändige Stopfen von Filterzigaretten waren aus dem Zimmer zu hören.

    “Na Gott sei Dank! Ich dachte schon, ich würde nie mit diesem Mist fertig werden.”

    Mit einem leichten Lächeln auf ihren Lippen erscheint sie vor mir. “Magst du bitte ganz kurz rüberkommen? Ich habe da was ganz tolles entdeckt!”

    O.K. – kurz den Schlaf aus den Augen gerieben und – schwups! – stehe ich in Boxershorts, verschwitztem T-Shirt und verquollenen Augen im Arbeitszimmer, um auf einen kleinen Bildschirm eines Laptops zu blicken.

    Ein schöner Leuchtturm ist zu sehen! Ein Blog für Leseratten – ein Lese-Leuchtturm! Schöne Idee – - – gar keine Frage!

    “Schön, mein Schatz! Das ist dir doch echt gut gelungen.” Sie grinst, ohne jedoch den Blick von mir abzuwenden und fragt nichtsdestotrotz: “Wirklich?”

    “Aber sicher!” Mit einem Kuss besiegle ich mein Urteil und lächle sie an. Etwas abgekämpft versuche ich wieder ins Bett zu gehen.

    “Ich muss nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Dauert bestimmt nicht lange!” O.K. – der Wecker spricht eine eindeutige Sprache – 04:23 Uhr!

    Hmmm – was kann man um diese Uhrzeit besseres machen, als aufzustehen? Duschen, Kaffee aufsetzen, vielleicht eine Rauchen und meiner Frau Gesellschaft leisten – schlafen kann man ja später (nach der Arbeit) noch immer.

    Abhängigkeit vom Internet? Blödsinnige Theorie – es ist doch nur ein Hobby-Utensil, welches ein paar gelangweilte IT-Studenten entwickelt hatten. Davon kann man nun wirklich nicht abhängig werden.

    Nach 5 Minuten ruhiger Zweisamkeit und intensiver Beobachtung durch mich, schaue ich auf meinen Schreibtisch. Eigentlich könnte ich doch auch eben den Rechner hochfahren, oder?

    “Vielleicht sind ja ein paar Nachtaktive bei WoW (World of Warcraft) online. Ich glaube, ich sag´ denen mal HALLO!”

    Gesagt – getan!

    Es gibt keine Abhängigkeit! Auf das Internet könnte ich jederzeit verzichten – ehrlich! – - – oder nicht?

  30. Tanja sagt:

    Zwei Wochen iPhone Sabbat haben (nicht lange) ihre Spuren hinterlassen!

    Schon witzig, dass es nun ein Gewinnspiel zu genau diesem Thema gibt denn in meinem vergangenen Sommerurlaub auf Santorin habe ich 1. selbst die Erfahrung gemacht, was es bedeutet offline zu sein, 2. das dazu passende Buch gelesen und 3. mir fest vorgenommen Herrn Rühle mal einen Bericht abzuliefern. Dies tue ich nun auch gern an dieser Stelle, mit Hoffnung auf einen Büchersegen..
    Meine Urlaubsvorbereitungen begannen mit einer leichten Verunsicherung über die Gefahren eines smarten Telefons in Urlaubsländern. Wann und wo verbindet sich dieses selbständig denkende Ding denn nun und verursacht womöglich horrende Kosten!? Um es kurz zu machen: Die Suche im Netz (!) blieb erfolglos, zahlreiche Forenbeiträge waren nutzlos und TV Beiträge taten ihr übriges: Mein iphone blieb (das allererste Mal!) komplett aus!So kam es also, dass ich, angekommen am Umsteigeflughafen Frankfurt, mein geliebtes Kommunikationsgerät auf Flugmodus stellte und es erst nach 14 Tagen wieder einschalten sollte. Flugmodus deshalb, weil: Ich wollte es ja als iPod nutzen – deshalb kam es ja überhaupt erst mit in den Urlaub!
    Gesagt, getan…spannend war: Die ersten Tage im Urlaub mit neuer Ruhe machten mich zugegebenermaßen etwas nervös. Ich verspürte eine leichte Unruhe in mir..Hm, kam da nicht doch vielleicht noch ein Anruf rein von der Bewerbung die ich laufen hatte…Ob wohl die Mailbox funktioniert? Na…die könnt ich ja mal abhören zwischendurch, oder? Nee, doch nicht…ist ja nicht konsequent! Ganz oder gar nicht…Und die Erinnerungen an den letzten Urlaub, wo ich nur EINMAL kurz die Mailbox abhören wollte und mich dann plötzlich stundenlang am hoteleigenen Rechner und am Telefon wiederfand um Probleme in der Heimat zu lösen, die für mich jetzt eigentlich gar keine Rolle spielten. So ließ ich es also diesmal sein. Nervös machte es mich trotzdem! Die Tage gingen ins Land, ich las Axel Rühles Buch und hatte das Gefühl mich in einem Selbstexperiment zu befinden. Tatsächlich ist ja der Verzicht von süchtig machenden Mitteln (und dazu zähle ich auch das iPhone) etwas sehr faszinierendes: Die Wahrnehmung wird geschärft. Plötzlich fiel mir erst auf, wie nahezu jeder Hotelgast immer ein Handy dabei hatte. Beim Frühstück, am Pool, auf der Terrasse, am Strand…Und ich war schon so “clean”, dass ich mir ein Urteil erlauben durfte. Fand ich zumindest: Die können ja nichtmal entspannen. Wie anstrengend…Mann, wie kann man denn überall sein Handy mit hinschleppen!?…Aber ich lernte auch dazu: Die die besonders lange und ausgiebig telefonierten waren immer ganz sicher: Die griechischen Urlauber. Logisch, fand ich, denn die haben ja ihr eigenes Netz quasi mitgebracht und müssen keine bösen Rechnungen befürchten. Hm, war ich da etwa neidisch? nur ein klein wenig vielleicht?…Naja, vielleicht an dem Abend als eine Horde Hotelgäste in unsere Stille einfiel und plötzlich mit Laptop am Pool saß..”Wie kann man denn nur!?” dachte und sagte ich….Nur wenige Minuten später überlegte ich: Hm, obs hier Wlan gibt? An diesem idyllischen Ort, wo die Welt stehengeblieben sein scheint? Mit Blick auf diese wunderbare Caldera….?Dann könnte ja mein iPhone..also dann könnte es ja…also so ohne Kosten..nur mit Wlan..wenigstens Emails könnte man dann…NEIN! Ich habs nicht getan..stattdessen andere dabei beobachtet wie sie abends bei traumhaften Sonnenuntergang dasaßen, statt auf das Naturschauspiel auf ihren Bildschirm starrten und ihren facebook-Account pflegten..Pff…dachte ich. Brauch ich nicht! Weiß ja auch jeder dass ich in Urlaub bin. Und wie schlecht muss mein Urlaub bitte sein, wenn ich Zeit habe, meinen facebook Account zu pflegen!? Also blieb ich standhaft, bis zur letzten Urlaubsminute!Und es war großartig!Mein Highlight in diesem Urlaub darf allerdings nicht unerwähnt bleiben: Unsere letzten Urlaubstage verbrachten wir an einem sehr schönen recht abgelegenen Strand. Vor uns machte es sich eine deutsche Familie bequem. Ein Vater mit seinen beiden Söhnen. Beide recht klein. Ich schätze mal etwa 13 und 6 …so in der Ecke..Der Vater macht sch auf zum Büdchen, Getränke holen. Kurz darauf bricht der kleinere der beiden in Tränen aus und weint hemmungslos. Der große Bruder versucht ihn zu trösten und ich denke mir..Oh je, der Kleine vermisst seinen Vater und denkt der käme nicht wieder..Armer Kerl! Wirklich mitleiderregend diese Szene! Nach ein paar Minuten kommt der Vater mit Verpflegung zurück, fragt den Großen was denn los sei und siehe da – und da hätte ich gern mal mein eigenes Gesicht in dem Moment gesehen!- der Große antwortet: Papa, er hat kein Netz! Kannst Du mal schauen, ob Du Empfang hast?…. Da sind wir also angekommen in unserer Gesellschaft, dachte ich. Kleine Kinder weinen nicht mehr weil sie Ihre Eltern vermissen, sondern weil ihr Handy kein Netz hat!Ich glaube diese Familie schickte mir eine göttliche Fügung an diesen Strand.
    So verging der Urlaub langsam und ich habe noch nie so gründlich und ausgiebig Tageszeitung gelesen, was einfach großartig und entspannend (wenn auch etwas teuer) war! Dazu kamen drei Bücher und jede Menge Muße und Ruhe..Bis..ja, bis wir wieder zwischenlandeten. Denn dort, am Flughafen Frankfurt, waren wir ja wieder im deutschen Netz!Und so kam es dass ich, kaum saßen wir im Shuttlebus, noch auf dem Rollfeld, meinem iPhone wieder Leben einhauchte. Rückblickend schäme ich mich fast dafür..Ich erwartete klopfenden Herzens eingegangene Emails, SMS, Anrufe und was sonst noch so anfällt in der digitalen Welt. Soviel sei gesagt: Es waren nicht viele Nachrichten und SMS kamen überhaupt gar keine an. Keine Nachricht auf der Mailbox (also auch kein neuer Job der auf mich wartete), nur Belanglosigkeiten in meinem Emailaccount..Wow! Und dafür macht man sich so verrückt und denkt man verpasst was.Unglaublich! Dass keine SMS gesendet wurde ( auch wenn ja jeder wusste ich bin in Urlaub) wollte ich einfach nicht glauben und weiß nun dank Nachfrage bei meinem Mobilfunkanbieter, dass diese nur eine sehr kurze Halbwertszeit haben: 48 Stunden. Ist das Handy darüber hinaus nicht empfangsbereit, werden die Nachrichten einfach wieder gelöscht. So einfach ist das! Gut, dann muss ich mir ja keine Sorgen machen, dass keiner geschrieben hat, dachte ich. Die letzten Stunden unseres Urlaubs verbrachten wir auf dem Frankfurter Flughafen weil unser Rückflug Verspätung hatte. Und so saßen wir dort zu zweit und doch allein an einem Tisch, tranken Kaffee und starrten auf das jeweilige iPhone. Stille…Jeder war nach zwei Wochen wieder in der Netzwelt abgetaucht. Und so kam es, dass ich noch am Flughafen meinen facebook Account pflegte: Ich bin wieder da!
    Das ging schneller als ich dachte….

  31. Anja sagt:

    ich arbeite beruflich mit Computern und bin daher gelegentlich froh, wenn
    ich die Kisten nicht sehen oder benutzen muß. Ich war im vergangenen Jahr
    während einer Reha-Maßnahme für sechs Wochen offline, und ich muß sagen, ich
    habe es nicht vermisst, auf die Onlinemedien zu verzichten. Man geht mit
    sich und seiner Zeit einfach bewußter um, unternimmt öfter und intensiver
    Dinge, die man sonst bestimmt nicht einmal anfängt.

    Es ist mir immer noch wichtig, tageweise (Urlaub, Wochenende) ganz auf das
    Onlinesein zu verzichten. Wenn der Computer läuft, kann ich nicht lesen,
    denn ich lese meine Bücher konsequenterweise noch immer gedruckt und nicht
    auf einem elektronischen Medium. Monatelang auf online zu verzichten gelänge
    mir sicher auch noch, aber dafür müßte ich vermutlich meinen Beruf wechseln.
    :)

  32. steffen sagt:

    Das Internet erleichtert vieles im privaten und beruflichen Bereich. Trotzdem muss man aufpassen, nicht jegliche persönliche Kontakte zu vernachlässigen. Kein Chat der Welt kann ein pers. Gespräch ersetzen.
    Ohne Netz zu leben ist einerseits entspannend, ich habe mehr Zeit Bücher zu lesen, andererseits habe ich dauernd das Gefühl, etwas zu verpassen. Ich vermisse also schon etwas, wenn ich nicht zumindesr die Möglichkeit habe, online zu gehen.

  33. Hans sagt:

    Hallo,

    durch die Sendung von Bayern 3 am gestrigen Samstag hab ich von der Aktion und dem Buch “ohne Netz” erfahren.
    Seit x Jahren hocke ich berufsbedingt oft und teils sehr lang vor der Kiste und erstell u.a. sogar Sites für das Internet.
    Aber ebenso wie Nico bin ich meist heilfroh, wenn ich nichts sehe und höre vom Web und bin auch in keinem der sozialen Netzwerke Mitglied.
    Ich bin noch in der Handy- und PC-freien Zeit aufgewachsen und glücklich darüber, dass ich gelernt habe und bis heute in der Lage bin, meine vielen Bekannten und wenigen Freunde persönlich kennen zu lernen und ich gerate auch ganz ohne Internet nicht in Gefahr, zu vereinsamen.
    Natürlich nütze auch ich das Internet privat, aber fast ausschließlich zur Information und wenn ich in den kommenden Wintermonaten mal Freizeit und keine Verabredung mit Bekannten habe hocke ich, wie früher, mit einem Buch auf der Couch und nicht vor der Kiste.

  34. M.Kuhlmay sagt:

    ich hab mir das Hörbuch bei Audible besorgt, weil das Thema im Poltik Unterricht fiel und der Name des Buches auch und ich war sehr interessiert.
    Ich habe zwar bis jetzt nur die hälfte durch aber ich muss sagen, dass die Geschichte und der Selbstversuch hoch interessant ist. Während ich das Buch gehört hab, fiel mir erst auf, wie sehr wir vom Internet und den Smartphones abhängig sind und es inspirierte mich, auch so etwas mal zu versuchen.

    Ich glaube allerdings, dass die meisten von uns nicht mal einen Tag ohne Facebook usw auskommen könnten.

  35. Eva sagt:

    Ich bin bei keinem Social Network und brauche das Internet nur in der Arbeit und das auch nur marginal. Ich hasse mein Handy, behalte es nur Freunden zuliebe, die mich dazu überredet haben. Habe es den ganzen Tag aus und gucke nur am Abend schnell rein, ob jemand was wollte. Finde das sehr befreiend!

  36. Claudi sagt:

    mojen. hab zwei geschichten zum thema “ohne netz”

    bin arbeitsmßig ans internet gebunden (callcenter-branche) und bei uns fiel der internetanschluß aus. dass hieß dann teilweise sechs (!) stunden rumsitzen (man muss ja die kunden informieren das man zZ keine info zum Daten geben kann)… aber das kann auch extrem langweilig sein. Zum Schluß wurden wir früher nach hause geschickt…

    bei der zweiten ausfall kam es echt dicke: der desktop von mir und der laptop meiner mitbewohnerin fielen zusammen aus (Desktop braucht zu schluß ein neues netzteil und beim laptop war festplatte hinüber) – das hieß dann 7 tage ohne mails, facebook, amazon und onlinebanking… DAS GRAUEN !!!

    fazit: wer alles auf online umstellt hat wird sehr, sehr schnell abhängig…ich bins ;)

    ps. im frühjahr 2011 gab es in berliner osten (meine heimat) wg kabelklau beim hauptverbindungskabel ein totalausfall vom voda**** handynetz und tweilweise auch bei festnetz und internet keine verbindung mehr – war auch nicht lustig, weil der nahverkahr (s-bahn) davon auch betroffen war

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